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Edel wie ein Schloss, präsentiert sich bei nächtlicher
Beleuchtung die Heimstatt des Musikvereins ...

Mit diesen Worten begann ein Bericht des Bayerischen Fernsehens über unser Zuhause. Im Folgenden erfahren Sie den Werdegang von einer baufälligen Ruine bis hin zu einem Gebäude, das als "Paradebeispiel für den Gemeinschaftsgeist in Neufang" bezeichnet wurde:




Das permanente Abhängigkeitsgefühl bei der Nutzung fremder Räume für die vielen Proben und die mangelnden Unterbringungsmöglichkeiten des umfangreichen Vereinsinventars, ließen beim Musikverein Pläne schmieden, ein eigenes Heim für Musikproben und Singstunden zu erstellen.

Der glückliche Umstand, dass die Raiffeisenbank Steinwiesen in Neufang neue Geschäftsräume suchte und sich für die "alte Schule" interessierte, ließ die Vorstände Eugen Bätz und Heinrich Föhrweiser jun. im Februar 1983 Verhandlungen mit der Raiffeisenbank wegen eines gemeinsamen Umbaus und Nutzung des Gebäudes aufnehmen. Im damaligen Bürgermeister Reinhold Renk fand man einen Fürsprecher dieser Idee.

alt Am 29. September 1983 konnte nach vielen Vorverhandlungen mit dem Abriß des alten Lehrerwohngebäudes begonnen werden. Zahlreiche freiwillige Arbeitseinsätze der Mitglieder des Musikvereins und vor allem der Aktiven - am Ende wurden mehr als 8000 freiwillige Arbeitsstunden gezählt - konnte das ehemals als "Schandfleck der Gemeinde" bezeichnete Haus in einer großartigen Gemeinschaftsleistung renoviert werden.

alt Am Tag der kirchlichen Weihe, dem 16. September 1984 durch Pfarrer Reinhold Reißer, präsentierte sich das Gebäude als wahres Schmuckstück, das im Innern moderne Bankräume im Erdgeschoß und einen großen Probenraum mit sanitären Anlagen im Obergeschoß beherbergt. Planer des gelungenen Bauwerks, bei dem die äußere Fassade nicht verändert wurde, war Architekt Horst Wunder aus Nordhalben.

Selbstverständlich konnte dieses, für den relativ kleinen Musikverein, große Projekt und trotz der enormen Eigenleistung, nicht ganz aus den vorhandenen Geldmitteln des Vereins beglichen werden. Verglichen mit dem Gegenwert und der Gewißheit, endlich eigene Räumlichkeiten für Musikproben und Singstunden zu haben, blieben die hierfür gemachten "Schulden" in einem überschaubaren Rahmen. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle dem 1. Vorsitzenden Eugen Bätz und Kassier Siegmund Hofmann, in deren Händen die Finanzierung des Baues lag.

Nach einem Jahr des "Atemholens" ging man daran, das Dachgeschoß zu einem Gemeinschaftsraum auszubauen. Außerdem wurden die restlichen Arbeiten an der Schrankwand im Probenraum vollendet. Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte der Musikverein auf seine Leistung mit Recht stolz sein. Das Musikheim wurde eine Stätte der kameradschaftlichen Begegnung und das Herz eines gesunden Vereinslebens, das aber auch von anderen Vereinen des Ortes für Sitzungen oder kleinere Veranstaltungen gerne genutzt wird.

Durch die ständig steigende Anzahl des Notenmaterials und die immer umfangreicher werdenden technischen Ausrüstungsgegenstände, welche die Blasmusik für ihre Auftritte benötigt, herrschte im Probenraum, den sich Kapelle und Chor teilten, jedoch bald wieder "chronischer Platzmangel".

Bei den Aktiven und im Verein wurden Überlegungen angestellt, eine Lösung dieses Problems zu erreichen. Viele Vorschläge wurden diskutiert, wieder verworfen und neue Vorschläge überdacht. Als einzige Möglichkeit blieb letztendlich nur ein Anbau an das Musikheim als realisierbare Lösung übrig. Die Verantwortlichen kamen zu der Überzeugung, dass dieser Anbau nicht nur die Raumnot beheben würde, sondern das Gebäude an sich in seinem Äußeren und für das gesamte Ortsbild gewinnen würde.

Da der Musikverein jedoch nicht der alleinige Eigentümer des Grundstücks und des Gebäudes war, mußten zunächst Verhandlungen mit dem Miteigentümer, der Raiffeisenbank Kronach, sowie der Kreisbaubehörde aufgenommen werden. Kreisbaumeister Michael Kestel sowie die Verantwortlichen der Raiffeisenbank Kronach mit Direktor Helmut Wölfel an der Spitze, standen dem ganzen Vorhaben positiv gegenüber.

Schon bald konnte durch Architekt Horst Wunder ein Plan vorgelegt werden. Dieser sah vor, den Anbau so zu gestalten, dass sich das äußere Erscheinungsbild des gesamten Gebäudes wie vor dem Bau des Musikheimes - die Lehrerwohnung wurde ja seinerzeit abgerissen - zeigte. Diese Planung wurde von allen Verantwortlichen gutgeheißen.

alt Im Herbst 1996 ging man mit ersten Erdarbeiten an die Realisierung dieses Projektes. Durch beispiellosen Einsatz - hier zeigten vor allem wieder die Aktiven ihr Engagement für den Verein - wuchs das Gebäude zusehends. Die vielen "Bauspezialisten", die als aktive oder passive Mitglieder dem Verein angehören, waren hier besonders mit ihrem Fachwissen gefordert. Wobei, wie zu sehen, auch die Kleinsten voll bei der Sache waren. So konnte der Rohbau fast überwiegend in Eigenleistung erstellt werden. Am 9. November 1996 feierte man - gemeinsam mit der Bevölkerung, zahlreichen Gratulanten und vielen "neugierigen" Gästen - Richtfest.

alt Mit der Fertigstellung des Rohbaues wurde das Innere in Angriff genommen. In unermüdlichen Nacht- und Wochenendeinsätzen der freiwilligen Helfer nahm auch dieses bald Gestalt an. Um allen aus der Bevölkerung, vor allem den Senioren und Gehbehinderten, die Möglichkeit zu geben, die Räume im ersten Stock und im Dachgeschoß ohne allzu große Anstrengungen zu erreichen, wurde der Einbau eines Aufzuges beschlossen, obwohl dies mit erheblichem finanziellen Mehraufwand verbunden war. Dieser Beschluß wurde auch von den Aktiven sehr begrüßt. Brauchen sie doch jetzt ihr wohlverdientes Faß Bier nach anstrengender Probenarbeit nicht mehr zwei Treppen in den Gemeinschaftsraum im Dachgeschoß hoch zu tragen.

Mit dem Anbau entstand ein zusätzlicher Probenraum, der in Zukunft vom Gemischten Chor benutzt wird. Außerdem hat man für die vorhandenen reichlichen Vereinsutensilien Lagerräume geschaffen. Der Gemeinschaftsraum im Dachgeschoß konnte durch den Anbau vergrößert werden. Hier können bei Bedarf nun auch größere Veranstaltungen, wie z.B. Versammlungen oder Familienfeiern abgehalten werden.

alt Mit der Einweihung am 5. Juni 1998 im Rahmen eines Kreismusikfestes des Nordbayerischen Musikbundes, ging für den Musikverein ein Werk der Vollendung entgegen, bei dem optimale Voraussetzungen für den Fortbestand der Blasmusik und des Chorgesanges in Neufang geschaffen wurden. Mehr als 17.000 unentgeltlich geleistete Arbeitsstunden bei der Renovierung des alten Schulgebäudes und beim erneuten Anbau, sind ein großartiges Zeugnis für den Gemeinschaftssinn unserer Musikanten und Sänger.

Für diesen Umbau erhielten wir im Wettbewerb um den Bayerischen Heimatpreis 1998 den Preis des Landkreises Kronach in der Sparte Kultur und Gemeinschaft.

Bleibt zu wünschen, dass dieses Haus heute und in Zukunft ein Ort des kameradschaftlichen Zusammenkommens und ein Ort der Freude für Musik und Gesang bleiben möge!

Text: Elmar Müller (aus der Festschrift zum 220jährigen Bestehen des Musikvereins)

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